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AgroForNet-Abschlusspublikation veröffentlicht

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Bioenergy from dendromass

Die Abschlusspublikation der Projekte AgroForNet und BEST wurde Ende Oktober 2015 über dem Wiley-Verlag veröffentlicht.

Bioenergy from dendromass for the sustainable development of rural areas
Herausgeber: David Butler Manning, Albrecht Bemmann, Michael Bredemeier, Norbert Lamersdorf und Christian Ammer

“Based on the results of two bioenergy research initiatives in Germany, this reference examines the sustainable management of wood biomass in rural areas. The large number of participating organizations and research institutes ensures a balanced and unbiased view on the potentials and risks is presented, taking into account economic, ecological, and social aspects.
Most of the results reported are available here for the first time in English and have been collated in central Europe, but are equally applicable to other temperate regions. They highlight best practices for enhancing dendromass potential and productivity, while discussing the implications on rural economies and ecosystems.”

Weitere Informationen zum Buch finden Sie hier




Naturverträgliche Anlage und Bewirtschaftung von Kurzumtriebsplantagen (Abschlusstagung)

Dienstag, den 24. November 2015, 10.30-17.00 Uhr
NABU-Bundesgeschäftsstelle, Charitéstr. 3, 10117 Berlin

Der Anbau von Kurzumtriebsplantagen (KUP) bietet eine Möglichkeit, die verstärkte Nachfrage nach Energieholz zu decken. Daher ist für die Zukunft eine deutliche Zunahme des Anbaus von KUP und KUP-Streifen zu erwarten. Um Konflikte mit den Zielen des Naturschutzes zu vermeiden und die Akzeptanz der Nutzung von Holz aus KUP nicht zu gefährden, sollte der Anbau bereits von Anfang an naturverträglich ausgestaltet werden. So können durch die Auswahl geeigneter Standorte Synergien mit den Zielen des Naturschutzes gefördert und negative Wirkungen, wie die Schädigung wertvoller Lebensräume oder die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes und der Erholungsnutzung vermieden werden. Auch mit der Berücksichtigung von Maßnahmen zur naturverträglichen Ausgestaltung und Nutzung von KUP kann ein akzeptanzfördernder Mehrwert erreicht werden.



Kurzumtriebsplantage in Allendorf (Hessen) - Foto: Imke Hennemann-Kreikenbohm

Auf der Abschlusstagung werden die Ergebnisse aus dem Forschungs- und Entwicklungsvorhaben „Naturverträgliche Anlage und Bewirtschaftung von Kurzumtriebsplantagen (KUP)“ vorgestellt. Der NABU hat in Kooperation mit der Bosch & Partner GmbH von Juni 2012 bis Ende 2015 in einem vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit geförderten Forschungsvorhaben konkrete Wege zur Berücksichtigung von Naturschutzbelangen bei der Standortwahl, der Anlage und der Bewirtschaftung von KUP erarbeitet.

Wie sehen geeignete Standortkriterien aus, um mögliche Risiken durch den Anbau von KUP zu vermeiden? Wie können die Kriterien auf Landkreisebene angewendet werden? Durch welche Maßnahmen können KUP naturschutzfachlich aufgewertet werden? Wann und wo können die Maßnahmen und Standortkriterien zum Tragen kommen und welche Strategien gibt es dazu?

Diese und weitere Fragen sollen auf der Veranstaltung vom Projektteam in den Vorträgen zu den Forschungsergebnissen beantwortet werden.

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung unter www.nabu.de/kup-abschlussveranstaltung



Programm - pdf - 199 kBytehier



Eine neue KUP-Erntemaschine kommt auf dem Markt

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Pappelernte mit Anbaumähhacker

Biomasse Schraden e.V. teilt mit, dass der vom Leibniz-Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. entwickelte Anbaumähhacker wird nun von der Firma Kluge GmbH in Serie produziert und von der Schradenholz UG exklusiv vertrieben.

Die Vorzüge sind sein geringes Gewicht mit ca. 1,1 Tonnen, der einfache Transport und dadurch deutlich geringere Kosten gegenüber dem Feldhäcksler.

Aufgrund der einstellbaren Messer ist es möglich Fein- und Grobhackschnitzel mit einer Länge von 30 bis 120 Millimeter zu produzieren.

Der Anbaumähhacker wird zum Kauf oder als Erntedienstleistung durch die Schradenholz UG angeboten.

Die Schradenholz UG bietet umfangreiche Beratung und Betreuung zur Anlage von KUP und Agroforst, sowie Dienstleistungen von der Pflanzung bis zur Ernte an.



Mähhackeinheit Grafik Anbaumähhacker Schraden-Erntemaschine

Flyer Anbaumähhacker - jpg - 234 kBytehier



BBE Pressemeldung zu KUP Neupflanzung im Jahr 2015

BBE

*7 Millionen Bäume für den Klimaschutz*
Der Energieholzanbau ist in Deutschland auf Wachstumskurs. Allein im Frühjahr 2015 pflanzten die beteiligten Unternehmen rund 7 Millionen Bäume auf landwirtschaftlichen Flächen neu an. Bundesweit wachsen inzwischen über 60 Millionen schnellwachsende Pappeln und Weiden auf rund 7.000 Hektar „Energiewald“ zur Erzeugung von klimafreundlichem Brennstoff als Alternative zu Kohle, Öl und Gas.

Besonderer Vorteil der Energiewälder bzw. Energieholzplantagen ist die extensive
Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen. Die Klimaschutzwirkung ist durch den geringen
Energieeinsatz konkurrenzlos gut und aufgrund der positiven Naturschutzeffekte werden die
schnellwachsenden Feldgehölze gemäß EU-Reglement zudem als sogenannte „ökologische
Vorrangflächen“ anerkannt. Auch hinsichtlich der Flächenkonkurrenz mit der Nahrungs- und
Futtermittelproduktion bietet der Energieholzanbau Vorteile, da sich auch Ackerflächen von
geringer Güte hervorragend für die Kultivierung eignen.

Die vollständige Pressemeldung und das Hintergrundpapier stehen unten zum Download zur Verfügung.



BBE-Pressemeldung - pdf - 163 kBytehier


BBE-Hintergrundpapier - pdf - 184 kBytehier



Erfahrungsberichte zur Vernetzung von Erzeugern und Verwertern von Dendromasse für die energetische Verwertung

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ifl forum, Heft 24

In der aktuellen Ausgabe der Reihe forum ifl des Leibniz-Instituts für Länderkunde werden auf 127 Seiten die Ergebnisse des AgroForNet-Projektes zum Thema dezentrale Energieversorgung auf der Grundlage von Energieholz vorgestellt. Unter dem Titel ,Erfahrungsberichte zur Vernetzung von Erzeugern und Verwertern von Dendromasse für die energetische Verwertung' werden die Ergebnisse des Projektes praxisorientiert für ein Zielpublikum von Entscheidungsträgern auf kommunaler Ebene sowie Vertretern der Land- und Forstwirtschaft vorgestellt. Die Inhalte des Heftes bieten kurze Einblicke in folgende Themen:

  • Rohstoffquellen für die energetische Holznutzung
  • Erfahrungen bei der Bearbeitung von Wertschöpfungsketten
  • Beschreibung erfolgreich initiierter Wertschöpfungsketten
  • Erfahrungen im Dienstleistungssektor
  • Geschäftsfeld Energieholz
  • Beratungstätigkeit in den Verwaltungen
  • Naturschutzfachliche Bewertung von Kurzumtriebsplantagen in der betrieblichen Managementsoftware MANUELA
  • Potenziale der Regionalplanung und informeller Planung

Herausgegeben von Denie Gerold und Marco Schneider von der Ostdeutschen Gesellschaft für Forstplanung (OGF) und dem Leibniz-Institut für Länderkunde (IfL) in Leipzig kann Heft 24 der Reihe forum ifl hier kostenlos als .pdf-Datei bezogen werden.

Eine Darstellung der wissenschaftlichen Ergebnisse des AgroForNet-Projektes ist derzeit in Zusammenarbeit mit Vertretern des BEST-Projektes in Bearbeitung und wird im Laufe des Jahres über den Wiley-VCH-Verlag erscheinen, unter dem Titel ,Bioenergy from dendromass for the sustainable development of rural areas' (Herausgeber: Butler Manning, Bemmann, Bredemeier, Lamersdorf, Ammer).



Erfahrungsberichte AgroForNet - pdf - 6 MBhier



Poplars And Willows: Trees For Society And The Environment

Poplars and Willows

Die Internationale Pappel Kommission (International Poplar Commission), die Welternährungsorganisation (FAO) und das Centre for Agriculture and Biosciences International (CABI) haben das Referenzwerk ‚Poplars and willows: trees for society and the environment‘ auf ihrer Homepage als .pdf-Datei kostenlos zur Verfügung gestellt. Von Isebrands & Richardson (2014) herausgegeben, wurden die 13 Kapitel von fast 70 beitragenden AutorInnen aus 15 Ländern beigesteuert. Zur vorrangigen Zielgruppe der Veröffentlichung zählen Entscheidungsträger der öffentlichen sowie privatwirtschaftlichen Sektoren in den Bereichen Agrar, Forst und Umwelt weltweit – v.a. dort wo Pappeln und Weiden heute schon wachsen oder angebaut werden könnten. Das Werk bietet ebenfalls einer Ausgangsbasis für Förster, Ökologen, Botaniker, Landwirte und Umweltingenieure bei jeder Suche nach Informationen zu Weiden und Pappeln. Das Buch kann hier heruntergeladen werden.




AgroForNet-Abschlussveranstaltung

Im Mai 2014 fand die Abschlussveranstaltung des AgroForNet-Projektes in Tharandt statt. Den über 100 Besuchern, aus den Bereichen Wissenschaft, Verwaltung und Praxis, wurden die Ergebnisse und Erfahrungen aus fast vier Jahren Projektarbeit zu unterschiedlichen Themen rund um die Produktion und Verwertung von Energieholz präsentiert. Die Folien zu den insgesamt 23 Vorträgen stehen hier zum Download bereit. Nun werden die Ergebnisse für weitere Publikationen, Broschüren und sonstige Informationsmaterialien für die unterschiedlichen Zielgruppen des Themas “Energieholz” aufbereitet.

An dieser Stelle bedanken wir uns noch einmal herzlich bei allen Teilnehmenden der Veranstaltung und natürlich auch bei den vielen Referentinnen und Referenten, die diese Konferenz zu einem Erfolg gemacht haben.


Erträge von Kurzumtriebsplantagen richtig abschätzen

TU Dresden entwickelt praxistaugliches Schätzverfahren für Weide

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Weide, Quelle: FNR

Forschern an der TU Dresden ist es mit dem Ertragsschätzer für Kurzumtriebsplantagen (KUP) aus Weiden gelungen, ein praxistaugliches und zerstörungsfreies Schätzverfahren für diese schnellwachsende Baumart zu entwickeln. Das Verfahren ermittelt die Trockenbiomasse einer solchen KUP ohne aufwendige Probenahme: Um den Biomasseertrag bestimmen zu können, werden nur noch eine Reihe von Brusthöhendurchmessern auf der Fläche gemessen, deren Anzahl von der Homogenität der KUP abhängig ist.
Das Wissen um den Biomasseertrag und damit auch der Wirtschaftlichkeit einer KUP hat bei der erfolgreichen Einführung der Kurzumtriebswirtschaft eine zentrale Bedeutung für den Landwirt. Es sind vor allem die Deckungsbeiträge traditioneller landwirtschaftlicher Nutzpflanzen, an denen sich schnellwachsende Pappeln oder Weiden messen lassen müssen.
Bisher ließen sich allerdings die Biomasseerträge auf mit Weiden bestockten KUP nur mit sehr hohem Zeit- und Kostenaufwand durch Anwendung von aufwendigen Beprobungs- und Berechnungsmethoden mit hoher Genauigkeit schätzen. Auch ein bereits existierendes Schätzverfahren, das für Pappel in einem Vorgängerprojekt (FKZ 22021408 ) entwickelt worden ist, konnte nicht einfach auf die Weide übertragen werden, da andere Abhängigkeiten zwischen den benötigten Modellkoeffizienten bestehen.
Die Evaluierung des Ertragsermittlers für Weide erfolgte anhand vorliegender unabhängiger Datensätze u.a. aus dem ProLoc-Projekt (FKZ 22001908), das ebenfalls über die FNR gefördert wurde.
Die Ertragsschätzer für KUP aus Weiden und Pappeln sowie ein Standort-Leistungsmodell stehen kostenlos auf der Homepage des Instituts für Waldwachstum und Forstliche Informatik zur Verfügung.
Weiterführende Informationen zum Projekt „Entwicklung eines Ertragsschätzers für Kurzumtriebsplantagen (KUP) aus Weide“ sind in der Förderdatenbank der FNR (fnr.de – Projekte & Förderung) unter dem FKZ 22007212 zu finden.

Pressekontakt: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. Mathias Sauritz;Tel.: 03843 – 6930 148; Mail: m.sauritz@fnr.de




Software schätzt Waldrestholz Potentiale

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg hat eine Software zur Abschätzung von Energieholzpotenzialen entwickelt. Das Programm EPA (Energieholzpotenzial-abschätzung) wurde im Rahmen des Projektes „Weiterentwicklung von Prognosemodellen zur Herleitung regionaler Energieholzpotenziale aus dem Wald“ realisiert, das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) gefördert wurde. Die Software steht zum kostenlosen Download bereit. Mehr lesen




AgroForNet Abschlussveranstaltung

Sehr geehrte Damen und Herren,

vier Jahre Forschung und anwendungsorientierte Entwicklungsarbeit im Bereich Energieholz im Rahmen des vom BMBF geförderten AGROFORNET-Projektes gehen in diesem Sommer erfolgreich zu Ende. Seit September 2010 arbeiten mehr als 30 Partner aus Praxis, Verwaltung und Wissenschaft mit dem Ziel der „Nachhaltigen Entwicklung ländlicher Regionen durch die Vernetzung von Produzenten und Verwertern von Dendromasse für die energetische Nutzung“ zusammen. In dieser Zeit sind in den drei Projekt-Modellregionen unterschiedliche Dendromasse-basierte Wertschöpfungsketten initiiert bzw. etabliert worden und der Wissensstand zur Kurzumtriebswirtschaft und die energetische Holznutzung ist aus zahlreichen Perspektiven von der Ertragsschätzung über die Wirtschaftlichkeit bis hin zu den Auswirkungen auf das Landschaftsbild maßgeblich erweitert worden.

Nun möchten wir die Ergebnisse des AGROFORNET-Projektes während der Abschlussveranstaltung in Tharandt am 21. Mai 2014 der Öffentlichkeit präsentieren. Den Ablauf der Veranstaltung können Sie dem angehängten Programm entnehmen.



Programm - pdf - 127 kBytehier



Technikvorführung KUP Erntetechnik Mutterquartier

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ROD-PICKER Erntemodul, Einsatz im Pappel Mutterquartier

Im Rahmen des Projektes ROD-PICKER wurde ein neues automatisiertes Ernte- und Aufbereitungssystem für KUP-Mutterquartierflächen entwickelt. Nach erfolgreich absolvierten Versuchsreihen luden die Projektpartner zur Technikvorführung am 7. März 2014 nach Seifersdorf und Höfgen (nähe Dresden) ein. Mehr lesen



Einladung Erntevorführung ROD-PICKER - pdf - 2 MBhier



AgroForNet-Praxisseminar 'Holzenergie'

Sehr geehrte Damen und Herren,
das Kreisforstamt Bautzen möchte Sie herzlich zum AgroForNet-Praxisseminar 'Holz – Brand – aktuell: Perspektiven für Holzenergie im Landkreis Bautzen' einladen. Es findet am 2. April 2014 im Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) Bautzen statt. Unten finden Sie weitere Informationen zu dieser Veranstaltung. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!



Programm - pdf - 430 kBytehier



20. Thüringer Bioenergietag

Die BIOenergieBEratung THüringen (BIOBETH) möchte Sie herzlich zum 20. Thüringer Bioenergietag am 25. Februar 2014 ab 10:00 Uhr nach Jena (Naumburger Straße 98) bei der Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft einladen. Das Thema lautet “Optionen von Energieholz aus KUP für die Landwirtschaft”.



Programm Bioenergietag - pdf - 231 kBytehier



Hollywood-Erstaufführung von KUP in ‚Game Of Thrones‘

Aufmerksame Fans der Fernseh-Adaption des George R. R. Martin Fantasie-Romans ‚Game Of Thrones‘ werden vielleicht bemerkt haben, dass eine der zentralen Szenen der ersten Staffel in einer Kurzumtriebsplantage stattfindet. Der dreiminütige Abschnitt zu den Geschehnissen in Verbindung mit dem Dothraki Kriegerstamm, welcher vor die Charakterentwicklung der neuen Stammesführerin Daenerys Targaryen (gespielt von Emilia Clarke) behandelt, wurde in einer Weiden-Kurzumtriebsplantage in Nordirland gefilmt. Soweit uns bekannt ist, ist diese Kurzumtriebsplantage, die sich wahrscheinlich im zweiten Jahr des zweiten oder dritten Umtriebs befindet, die erste KUP, die in einer größeren Fernseh- oder Kinoproduktion erscheint. Die erwähnte Szene beginnt ab etwa der dreißigsten Minute der dritten Folge der Staffel eins. Drei Auszüge aus der HBO-Produktion werden unten dargestellt. Im Gegensatz zu Schäfer et al. (2005), die eine faszinierende Analyse der Bedeutung von Landschaft in Peter Jacksons ‚Der Herr der Ringe – Die Gefährten‘ unternommen haben, sind tiefergehende Untersuchungen zu Landschaften in ‚Game Of Thrones‘ im Rahmen von AgroForNet allerdings nicht vorgesehen. Uns freut es einfach zu entdecken, dass neben den unterschiedlichen positiven Beiträgen, die KUP u. a. in Hinblick auf Holzproduktion, die Diversifizierung der Landwirtschaft und als Lebensraum leisten können, nun um eine weitere Komponente erweitert wurden und KUP auch eine Zukunft in Hollywood haben.

Schäfer, R.; Höchtl, F.; Reinbolz, A. (2005): Fantastische Landschaften: Zur Rolle der Landschaft im Film ‚Der Herr der Ringe – Die Gefährten‘. Culterra, 42 (Schriftenreihe des Instituts für Landespflege der Universität Freiburg), 114 S.



Game Of Thrones Bild1 Game Of Thrones Bild2 Game Of Thrones Bild3

Naturverträgliche Anlage und Bewirtschaftung von KUP

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir möchten Sie auf die Internetseite im BfN geförderten F+E-Vorhaben „Naturverträgliche Anlage und Bewirtschaftung von Kurzumtriebsplantagen (KUP)“ aufmerksam machen, die unter folgenden Link abgerufen werden kann: www.energieholz-naturschutz.de.
Neben Informationen zum Projekt finden Sie eine aktuell erstellte Übersicht über abgeschlossene und derzeit laufende Forschungsarbeiten zu KUP sowie deren inhaltliche Ausrichtung.




Onlinebefragung mit 3D-Visualisierungen zu Kurzumtriebsplantagen

Im Rahmen des Forschungsprojektes „AgroForNet“ wird eine Onlinebefragung über zukünftige Landschaftsveränderungen durch Kurzumtriebsplantagen durchgeführt. Dazu wurden für unterschiedliche Landschaftstypen der drei Modellregionen Lausitz, Mittelsächsisches Lößhügelland und südliche Metropolregion Hamburg Szenarien des Anbaus von Kurzumtriebsplantagen visualisiert, die nach persönlichen Präferenzen beurteilt werden sollen. Ziel ist es, zukünftige Veränderungen der Landschaft in Bezug auf die Erholungseignung besser beurteilen zu können und Empfehlungen zu geben, wie sich Kurzumtriebsplantagen am besten in die Landschaft integrieren lassen. Zielgruppe der Befragung ist die allgemeine Bevölkerung inklusive unterschiedlicher Interessengruppen. Kenntnis von Kurzumtriebsplantagen ist keine Voraussetzung für die Befragung.
Die Bearbeitung des Fragebogens dauert 10-15 Minuten. Die Daten werden anonym erhoben und nur für wissenschaftliche Forschungszwecke verwendet.
Zur Befragung gelangen Sie über folgenden Link:

http://www.unipark.de/uc/visualisierung

Gerne können Sie den Link weiter verbreiten. Sollten Sie Fragen haben oder weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich bitte an Thiemen Boll.

Vielen Dank für Ihre Teilnahmebereitschaft!




AgroForNet bei Facebook

Entdecke AgroForNet ab sofort bei Facebook unter: www.facebook.com/agrofornet.

AgroForNet is now on Facebook at www.facebook.com/agrofornet. English speakers please refer to the AgroForNet-Facebook page as the main source of project information for the time being.




Kurzfilm zu Kurzumtriebsplantagen

Was sind Kurzumtriebsplantagen? Wo kann ich eine KUP anbauen? Wie bewirtschafte ich diese? Und was kann ich mit dem Holz machen? All diese Fragen und mehr werden in dem Kurzfilm ‚Kurzumtriebsplantagen – Anbau, Ernte und Verwertung schnellwachsender Baumarten in Kurzumtrieb‘ beantwortet.




http://www.youtube.com/watch?v=8MLpZ6HTv5w

Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wurde der 21-minütige Film von der Technischen Universität Dresden zunächst im Rahmen des Agrowood-Projekts erstellt und später im Laufe von AgroForNet erweitert. Praxisrelevante Ergebnisse und Erfahrungen zu den Themen standörtliche Voraussetzungen, Etablierung, Pflege und Risikomanagement sowie Ernte und Rückwandlung der Flächen werden in diesem Film ebenso vorgestellt wie Verfahren zur Holztrocknung und Möglichkeiten der Verwertung im Rahmen regionaler Strukturen. Es werden Beispiele aus Sachsen und Brandenburg gezeigt, die einen Überblick über den aktuellen Stand bei der Bewirtschaftung von Kurzumtriebsplantagen bieten.

Redaktion und Drehbuch: Christine Knust, Mirko Rehn
Videogestaltung: Dieter Berger, Uwe Thonig, Gerald Goepfert
© TU Dresden




KUP als Vorrangfläche in der neuen Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik

Zukünftig mehr Plantagen?

Einen Hauptteil der erneuerbaren Energie stellt mit 66 % die Energie aus Biomasse dar. Derzeit werden in Deutschland bereits ca. 8% des Endenergiebedarfs für Strom, Wärme und Mobilität aus Biomasse gedeckt (AGEE, FNR). Mit einem weiteren Wachstum dieses Energiesektors wird gerechnet. Den größten Anteil der Bioenergie hat die holziger Biomasse, aus der ein Drittel des biogenen Stroms und drei Viertel der biogenen Wärme hergestellt wird.
Somit ist die verstärkte Nachfrage und der weitere, wachsende Bedarf dieser Ressource vorhersehbar.

Eine Möglichkeit die Verfügbarkeit von Holz zu erhöhen, ist der Anbau von schnellwachsenden Baumarten auf landwirtwirtschaftlichen Nutzflächen. Diese Kurzumtriebsplantagen (KUP) eignen sich besonders zur Opitmierung der betrieblichen Flächennutzung auf wechselfeuchten Standorten, kleinen Parzellen und abgelegenen Schlägen.

Durch die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union (EU) ergibt sich die Möglichkeit, diesen Anbau zu intensivieren. Für die neue Förderperiode von 2015-2020 sind sogenannte „Greening“ Flächen geplant. Diese Maßnahme sieht vor, die Auszahlung von 30% der Flächenprämie an 5% der Betriebsfläche zu koppeln, die als ökologische Vorrangflächen bewirtschaftet werden.

Die aktuelle Vorlage des EU-Rates erkennt den Anbau von KUP als ökologische Vorrangfläche an. Daraus ergibt sich ein großes Flächenpotential für den Anbau schnellwachsender Baumarten und eine mögliche Erhöhung des nationalen Holzpotentials.
Mit einer endgültigen Zustimmung des EU-Parlamentes zur Förderreform wird frühestens im September zu rechen sein.




Chancen und Hemmnisse von KUP aus Sicht von Praktikern: Ergebnisse einer Online Umfrage

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Bericht

Zur Identifizierung bestehender Chancen und Hemmnisse von KUP aus Sicht von Praktikern wurde im Sommer 2012 eine deutschlandweite Online-Umfrage durchgeführt. Es zeigte sich, dass eine sehr positive Grundeinstellung der Befragten zu KUP besteht, die Umsetzung jedoch wesentlich geringer ausfällt. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse finden Sie in untenstehendem Bericht.



Chancen u. Hemmnisse zum Ausbau von KUP - pdf - 1 MBhier



Exkursion zur Naturenergie Hersbruck – Eine Pilotanlage eines Holz-Gegenstromvergasers

Biomasseheizanlage Hersbruck

Am 14. Mai 2013 besuchten zahlreiche Akteure aus dem Projekt „AgroForNet“ mit weiteren Interessierten die mittelfränkische Naturenergie Hersbruck GmbH & Co. KG. Unter den 15 Personen bestehende Kreis befanden sich Förster, Mitarbeiter von Hochschulen, Betreibern eines Nahwärmenetzes und Privatpersonen, die sich vor Ort eine Pilotanlage eines Holzvergasers anschauen wollten. Das Unternehmen Gammel Engineering, in Abensberg ansässig, versprach eine innovative Anlage auf dem Gebiet der Verstromung aus Biomasse. Mehr lesen…




Agrarholz 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 19.-20. Februar 2013 fand der internationale Kongress ‚Agrarholz 2013‘ der FNR und der DLG in Berlin zum 2. Mal statt. Mit zahlreichen Gästen aus ganz Deutschland und dem angrenzenden Ausland verdeutlichte das große Interesse und die regen Diskussionen während der zwei Veranstaltungstage noch einmal die Bedeutung des Themas Energieholz und dessen Produktion auf landwirtschaftlichen Flächen. Die Powerpoint-Folien zu den einzelnen Beiträgen zu Themen des Anbaus und der Ernte über Ökonomie und rechtliche Rahmenbedingungen bis hin zu ökologischen Aspekten finden Sie Online unter www.fnr.de/Agrarholz_2013.



Agrarholz Kongress 2013 (Foto: FNR)

Ernte der Versuchsfläche in Krummenhennersdorf

Bereits zum dritten Mal fand am 11. Februar 2013 die Ernte der 2 ha großen Kurzumtriebsplantage in Krummenhennersdorf bei Freiberg statt.
Die Versuchsfläche wurde 2005 in Zusammenarbeit des Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zur Erforschung schnellwachsender Baumarten auf schwermetallbelasteten Standorten in einem Doppelreihenverband (Pflanzabstand 0,75m*0,75m mit 1,50m Reihenabstand) angelegt. Angebaut wurden die Klone Weser 6, MAX 3, Hybrid 275, Jorr, Sven, Tora, Tordis und Gudrun. Weiterführende Informationen zur Plantage finden Sie unter: Steckbrief Krummenhennersdorf.
Zur Beerntung wurde ein Gehölzmähhäcksler von John Deere eingesetzt, der mit den teils schwierigen Bedingungen gut zurechtkam. Ein problemloses Häckseln der Weide Jorr war möglich, obwohl diese durch den Nassschnee im Herbst 2012 fast am Boden lag- siehe Abbildung. Auf der Gesamtfläche konnten 145 t Hackschnitzel (Frischmasse) gewonnen werden. Das Material wurde zur energetischen Verwertung an ein regionales Heizkraftwerk geliefert.
Die bisherigen zwei Ernten erfolgten mit einem Gehölzmähhäcksler der Firma Claas und New Holland in den Jahren 2008 und 2010. Dabei wurden Massenleistungen von durchschnittlich 6t atro/ha*a und 16t atro/ha*a erreicht. Der Zuwachs vom ersten zum zweiten Umtrieb hatte sich mehr als verdoppelt. Spitzenreiter der Sorte Pappel war der Klon Hybrid 275 mit über 18 t atro/ha*a und bei der Weide der Klon Tordis mit über 19 t atro/ha*a. Die hohen Zuwachsergebnisse sind unter anderem auf eine gute Wasserverfügbarkeit der Bäume zurückzuführen. Die Ergebnisse der diesjährigen Ernte stehen noch aus. Es wird mit einem ähnlichen Ergebnis wie des Jahres 2010 gerechnet.
Die Ernten auf der Versuchsfläche in Krummenhennersdorf zeigen, dass eine Ernte von Kurzumtriebsplantagen mittels der angebotenen Erntetechnik Feldhäcksler mit Schwachholzerntevorsatz problemlos möglich ist.



Feldhäcksler John Deere mit Schwachholzerntevorsatz Ernte Weide Jorr Ernte Weide Jorr Ernte von Weide in Krummenhennersdorf Erneuerbare Energien in Krummenhennersdorf Plantage Krummenhennersdorf

Chancen und Hemmnisse von KUP aus Sicht von Praktikern: Ergebnisse einer Online Umfrage

Zur Identifizierung bestehender Chancen und Hemmnisse von KUP aus Sicht von Praktikern wurde im Sommer 2012 eine deutschlandweite Online-Umfrage durchgeführt. Es zeigte sich, dass eine sehr positive Grundeinstellung der Befragten zu KUP besteht, die Umsetzung jedoch wesentlich geringer ausfällt. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse finden Sie in untenstehendem Dokument.



Egrebnisse KUP-Umfrage - pdf - 2 MBhier



+++TERMIN VERSCHOBEN+++

Der Erntetermin in Lauchhammer muss aufgrund der Witterungsbedingungen verschoben werden. Der neue Termin wird baldmöglichst bekannt gegeben.

AgroForNet-Praxisworkshop: Erntevorführung von KUP aus Robinien im Energiewald Lauchhammer

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Ernte einer Kurzumtriebsplantage (Foto: C. Knust)

Hiermit möchten wir alle Interessierten zur Erntevorführung im Energiewald Lauchhammer einladen. Geerntet werden 4 bzw. 5-jährige Robinienbestände mit einem Gehölzmähhacker der Firma New Holland.

Treffpunkt: rechtsseitiger Parkplatz am Ortseingangsschild (es gibt nur einen Ortseingang) von Kostebrau (bei Lauchhammer)
Zeitpunkt: Erntetermin verschoben
Organisation: P&P und Biomasse Schraden e.V.

Die Erntetechnik kann während der regulären Erntearbeiten in Augenschein genommen werden. In einer Arbeitspause besteht die Möglichkeit, die Technik näher in Augenschein zu nehmen sowie mit dem Fahrer zu fachsimpeln.



Einladung - pdf - 289 kBytehier



KUP – Ernte bei der Energy Crops GmbH

Die Energy Crops GmbH möchte Sie herzlich zur diesjährigen Ernte einer Kurzumtriebsplantage im Havelland am 24. Januar 2013 ab 11.00 Uhr in 14550 Schmergow/Groß Kreutz einladen.

Für das leibliche Wohl vor Ort ist gesorgt.
Über eine kurze Antwort per bis zum 21. Januar 2013 würden wir uns freuen.

Eine Anfahrtsbeschreibung steht unten zum Download bereit.

**Wichtiger Hinweis: Da der Maschineneinsatz von der Witterung und der Verfügbarkeit der Maschinen abhängig ist, wird der Termin noch bis zum 23. Januar 2013 per Email bestätigt. Für Rückfragen stehen wir Ihnen in jedem Falle gerne unter der Rufnummer +49 33 773 491 841 oder zur Verfügung.



Energy Crops Ernte - pdf - 132 kBytehier



Ernte mit schwedischen Vorsatz von Henrikson AB in Zschadraß

Seit 15. Januar laufen die Erntearbeiten der insgesammt 11 ha großen Kurzumtriebsplantagen in Zschadrass, Commichau und Bockwitz. Bilder zur Ernte können Sie sich im Steckbrief zur Fläche anschauen.




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Brandenburg – Pflanzung von 40 ha KUP mit bewurzelten Weidenstecklingen

Schmerwitz, 21. November 2012

Der auf Basis des Bio-Landverbandes produzierende Betrieb Gut Schmerwitz GmbH & Co. KG liegt in der Nähe von Wiesenburg, im Naturpark „Hoher Fläming“. Neben Feldfrucht- und Gemüseanbau, Geflügelzucht, Schweinezucht und – mast schafft sich das Gut ein neues Standbein und steigt auf zu einem der größten Energieholzproduzenten Deutschlands. Im November dieses Jahres wurde auf 40 ha des 1500 ha- Gutes eine Energieholzplantage mit Weidenstecklingen angelegt. Die Besonderheit an der Anlage ist, dass entgegen des sonst üblichen Pflanzverfahrens mit unbewurzelten Steckhölzern, bewurzeltes Material verwendet wurde. Mehr lesen…




Energieholzmesse in Kölsa

Bäume auf dem Acker, selbst wenn sie nur auf Randstreifen und Splitterflächen wachsen, können dazu dienen, Wohnhäuser mit Brennstoff zu versorgen. In Kölsa hat sich im Rahmen des AgroForNet-Projektes eine Messe diesem Thema gewidmet. In der Bauernzeitung Ausgabe 50/2012 mit dem Schwerpunkt Holzenergie wird von der Energieholzmesse in Kölsa berichtet.



Bauernzeitung 50/2012

Energieholzmesse Kölsa, Bauernzeitung 50/2012 - pdf - 2 MBhier


Quelle: Bauernzeitung 50/2012




Einladung zum Informationstag „Hölzer im Kurzumtrieb“ im Saarland

Seit dem 1. Oktober 2012 wird die Neuanlage von Kurzumtriebsflächen (KUF) im Saarland
finanziell von der Landesregierung durch das Förderprogramm „Klima plus Saar“ in Höhe von 1.000,-€ pro Hektar bezuschusst. Zielgruppe sind Landwirte, forstwirtschaftliche Betriebe, Kommunen und Kirchen, welche auf landwirtschaftliche Flächen von 0,5-7,5 ha
schnellwachsende Baumarten (mind. 7.500 Pflanzen/ha) anbauen wollen.
Zu diesem Thema laden das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des
Saarlandes (MWAEV) in Kooperation mit der Bioenergieberatung der BLE, der Landwirtschaftskammer und dem Institut für Zukunftsenergiesysteme (IZES) am

14. Dezember von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr

zu einem Informationstag ins Ministerium für Wirtschaft des Saarlandes ein. Die Teilnehmer werden zunächst durch Fachvorträge über die Chancen bzgl. des Anbaus von Hölzern im Kurzumtrieb sowie die Förderrichtlinie informiert. Anschließend haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich bei den ausstellenden Unternehmen direkt über Kosten, Verfahren und bspw. die Abnahme der Holzernte zu informieren. Interessierte Land- und Forstwirte sowie Kommunal- und Kirchenvertreter sind herzlich zur Veranstaltung eingeladen!

Ansprechpartner: Herrn Schunck, Landwirtschaftskammer des Saarlandes
Email: , Tel.: 06881-928241, Fax: 06881-928213




Kurzumtriebsplantagen und Naturschutz – neue Entwicklungen und Perspektiven

11. Dezember 2012, Tharandt, Cotta Bau Hörsaal C3

Kurzumtriebsplantagen sind im Kommen! Immer mehr Landwirte entdecken, dass sie mit KUP gutes Geld verdienen und einige Standorte wirtschaftlich nutzen können.
Doch während bisher vor allem die Wirtschaftlichkeit von KUP im Vordergrund der Diskussion stand, rückt nun der Aspekt des Naturschutzes und der Biodiversität näher in den Fokus. KUP können einen Beitrag zur Verbesserung der biologischen Vielfalt auf landwirtschaftlichen Flächen leisten!
KUP müssen nicht eintönige, artenarme Lebensräume sein, sondern sie können aus Naturschutzsicht bei geeigneter Anlage vielen Arten der Flora und Fauna eine zweite Heimat geben. Welche neuen Entwicklungen sich in dem Themenkreis Kurzumtriebsplantagen und Naturschutz vollziehen und welche Perspektiven dadurch aufgezeigt werden können, dass zeigen die Referenten.



Programm, Anreise, Anmeldung - pdf - 1 MBhier



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Norbert Eichkorn, Präsident des LfULG

Forest Finance – Verabschiedung der Dresdner Erklärung

Dresden, Oktober 2012

Unter der Teilnahme von 60 hochkarätigen, geladenen Gästen aus Politik, Industrie, Verbänden und Wissenschaft fand Mitte Oktober im Dülfersaal der TU Dresden ein Gesprächsforum zum sich sukzessiv zuspitzenden Problem der Rohstoffversorgung statt. Schwerpunkt hierbei war die Verfügbarkeit der Ressource Holz, die durch die deutlich gestiegene energetische Nutzung im letzten Jahrzehnt allmählich an die Grenzen dessen stößt, was die nachhaltige Waldbewirtschaftung in Deutschland liefern kann. Eine mögliche Lösung des Problems durch den Anbau schnellwachsender Baumarten in Form von Kurzumtriebsplantagen (KUP) wird durch viele Hindernisse nach wie vor weitestgehend blockiert. Mehr lesen…




Anbau und Nutzung von Energieholz am praktischen Beispiel – Energieholzmesse bei der Forstprodukte Diecke GmbH

Kölsa, 28./29. September 2012

Die Energieholzmesse diente dem Erfahrungsaustausch von Praxis und Wissenschaft. Neue Entwicklungen und Ideen im Energieholzanbau wurden aufgezeigt und zur Diskussion gestellt. Mehr lesen…




Workshop „Einflüsse von Insekten im Pappelfeld“ bei den Viessmann Werken

Allendorf, 9. August 2012

Die Firma Viessmann hat seit 2006 im Rahmen des strategischen Nachhaltigkeits-Projektes „Effizienz Plus“ ca. 170 Hektar Kurzumtriebsplantagen (KUP) in der Nähe des Firmensitzes in Allendorf angelegt. Mit der dadurch gewonnenen Biomasse von den eigenen Feldern kann Viessmann über 50 % des Wärmebedarfs am Firmensitz CO2-neutral erzeugen und trägt damit ihren Teil zum Klimaschutz bei. Trotz der sehr positiven Bilanz der vergangenen sechs Jahre stellte Hans-Moritz von Harling – Projektleiter im Bereich Biomasse – fest, dass neben abiotischen Faktoren auch tierische Schaderreger und Pilze einen großen Einfluss auf das Gelingen einer KUP haben können. Mehr lesen…




Nobelpreisträger Hartmut Michel bekennt sich zu KUP !

FAZ vom 26. Juli 2012

“… Ich hielt es unter dem Aspekt des Klimaschutzes für sinnvoller, diese Flächen aufzuforsten. Am besten mit Weiden und Pappeln, bei diesen schnell wachsenden Hölzern ist die Ausbeute für die aus der Sonne aufgenommene Energie mit etwa einem Prozent am höhsten. Dann würde ich Biomasse mit dem Verfahren der hydrothermalen Karbonisierung in Kohle überführen. Dabei wird die Biomasse im feuchten Zustand auf 160 Grad erhitzt und innerhalb von 90 Minuten entsteht so etwas wie Kohle, die man nicht wieder verbrennen muss. Verglichen mit der Umwandlung von Biomasse in Biokraftstoffe ist die Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes so mindestens zehnmal größer. Auch wenn man die Biomasse zum Heizen verwendet oder in Kraftwerken zur Erzeugung von Elektrizität nutzt und dadurch Erdgas oder Erdöl einspart, ist die Kohlendioxid-Ersparnis immer noch um einen Faktor zwei bis drei höher, als wenn man Biokraftstoff daraus macht. Die Herstellung von Biokraftstoffen ist vor allem eine Subvention für die Landwirtschaft, und hat über alle Parteien hinweg eine starke Lobby. Die Fakten, die ich darlege, waren schon in einem Gutachten des wissenschaftlichen Ausschusses eines Bundesministeriums enthalten.”

vollständiges Interview: www.faz.net




Forstwissenschaftliche Tagung

19.-22. September 2012
Campus Weihenstephan/Freising

Am Donnerstag, den 20.09 (Hörsaal F9.362) finden verschiedene Vorträge zum Thema “Energie aus dem Wald” und “Netzwerke und Institutionen” statt. U.a hält Frau Knust einen Vortrag zum Holzasche Konzept mit RIA-Pellets in der Lausitz.
Am Freitag, den 21.09 (Hörsaal F9.362) laufen verschiedene Vorträge zu den Themen Kurzumtrieb und Agroforstwirtschaft

Veranstalter: TU München/Weihenstephan
Weitere Informationen; Programm; Anmeldung: www.fowita.de




Kurzumtriebsplantagen von A bis Z – Feldtag bei der Hüttmann GmbH

19. Juli 2012, 10:00-16:00
Nottorfweg 15, 29614 Soltau-Mittelstendorf

Informationen und praktische Demonstrationen rund um Züchtung, Anbau, Pflege, Ernte und Verwertung von Bäumen für Kurzumtriebsplantagen (KUP) sowie die Gewinnung von Waldhackschnitzeln gibt es während des Feldtages bei Lohnunternehmer Hüttmann in Soltau am 19. Juli von 10.00 bis 16.00 Uhr. Zahlreiche Partner des Verbundprojektes AgroForNet wie Landwirtschaftskammer Niedersachsen, von Thünen-Institut, TU Dresden in Tharandt und weitere präsentieren die neuesten Erkenntnisse über schnell wachsende Hölzer. Der Eintritt ist frei.

Veranstalter: Hüttmann GmbH



Flyer und Anfahrtsskizze - pdf - 863 kBytehier



Roter Pappelblattkäfer

Schädlingsrisiko und Ertragsabschätzung in Kurzumtriebsplantagen

Parkhotel Luckau-Cahnsdorf, 31. Mai 2012

Die Anlage von Kurzumtriebsplantagen mit schnellwachsenden Gehölzen stellt eine interessante Nutzungsalternative für Ackerflächen zur regionalen Energieversorgung dar. Die Abschätzung von Risiko und Ertrag sind dabei für den Bewirtschafter von zentraler Bedeutung bei seinen Entscheidungen hinsichtlich Sortenwahl, Flächenmanagement und Erntezeitpunkt.
Mehr lesen unter Veranstaltungsrückblick..




Kurzumtriebsplantagen - Online Umfrage

Im Rahmen des von der TU Dresden koordinierten Forschungsprojektes „AgroForNet – Nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen durch die Vernetzung von Produzenten und Verwertern von Dendromasse für die energetische Nutzung“, wird aktuell eine Online-Umfrage zu Kurzumtriebsplantagen durchgeführt. Die Adressaten der Befragung sind Akteure aus dem Bereich der Land- und Forstwirtschaft als auch der Landschaftspflege. Ziel dieser Befragung ist es, Erfahrungen und Meinungen von Praktikern zu Kurzumtriebsplantagen zu ermitteln und damit einen Beitrag zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland zu leisten.

Die Beantwortung der Umfrage wird 12-15 Minuten in Anspruch nehmen. Unter allen Teilnehmern werden mehrere Exemplare der Bücher „AGROWOOD: Kurzumtriebsplantagen in Deutschland und europäische Perspektiven“ und des „Beratungshandbuches zu Kurzumtriebsplantagen“ verlost. Zur Umfrage gelangen Sie hier.

Die Umfrage wird bis zum 03. Juni 2012 online geschaltet sein. Sollten Sie zur Bewerbung weitere Informationen wünschen bzw. Fragen haben, wenden Sie sich bitte an:

M.Sc. Florian P. Neubert
Technische Universität Dresden
Institut für Internationale Forst- und Holzwirtschaft
Tel: 035203 – 383 1800
Fax: 035203 – 383 1820
Email:




BMBF-Förderbekanntmachung "Transdisziplinäre Innovationsgruppen"

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Bekanntmachung von Richtlinien zur Förderung von transdisziplinären Innovationsgruppen zur Entwicklung und Umsetzung neuer Systemlösungen im Nachhaltigen Landmanagement veröffentlicht hat.

Mit der Förderung von transdisziplinären Innovationsgruppen wird die BMBF-Fördermaßnahme „Nachhaltiges Landmanagement“ im Rahmenprogramm „Forschung für nachhaltige Entwicklungen“ durch einen neuen Förderansatz erweitert. Ziel der Forschung zum nachhaltigen Landmanagement ist die Entwicklung neuer, nachhaltiger und praktikabler Lösungen für Regionen, die vor dem Hintergrund klimatischer und wirtschaftlich-struktureller Veränderungen vor besonderen Herausforderungen stehen. Hauptansatzpunkte der Forschung der Innovationsgruppen sind in Anlehnung an Modul B der laufenden Fördermaßnahme (Homepage) regionale Wertschöpfungsnetze sowie Energie- und Stoffströme, die zu einer integrierten Stadt-Land-Entwicklung beitragen können. Mehr lesen…




Das Projekt AGROFORNET zu Gast im Schloss Bellevue

Melden Sie sich an und besuchen uns!

Bereits zum vierten Mal veranstaltet der Bundespräsident in Kooperation mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) vom 5. bis 6. Juni 2012 die „Woche der Umwelt“, an der auch das Forschungsverbundprojekt „AGROFORNET“ teilnimmt.

Gegen mehrere hundert Mitbewerber zur diesjährigen „Woche der Umwelt“ konnte sich das von der Technischen Universität Dresden koordinierte Forschungsverbundprojekt „AGROFORNET – Nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen durch die Vernetzung von Produzenten und Verwertern von Dendromasse für die energetische Nutzung“ durchsetzten. Aussteller wie Besucher haben die Möglichkeit sich auf diesem Treffpunkt der Deutschen Umweltszene über den neusten Stand von Wissenschaft und Bildung in den Bereichen Umweltschutz und Umwelttechnik zu informieren.



Über 12.000 Gäste werden zur Woche der Umwelt vom 05. bis 06. Juni 2012 im Schloss Bellevue erwartet.

An insgesamt zwei Tagen werden herausragende Forschungseinrichtungen, Initiativen und Unternehmen innovative Konzepte für einen nachhaltigen und effizienten Umgang mit Ressourcen vorstellen. Unter dem Titel „AGROFORNET – regionale Wertschöpfung zur Energieholznutzung im nachhaltigen Landmanagement“ präsentiert die TU Dresden mit Ihren Projektpartnern neueste Forschungsergebnisse zur Nutzung holziger Biomasse aus dem Wald, Kurzumtriebsplantagen und der offenen Landschaft.



Das Thema der Energiesicherung über eine effiziente Biomassebereitstellung ist aktueller denn je und nur ein Teil der über 80 Fachforen auf der Woche der Umwelt.

Zur Ausstellung und den hochkarätig besetzten und vielfältigen Vortrags- und Diskussionsangeboten werden über 12.000 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und den Medien erwartet. Auf rund 3.000 m² finden 80 Fachforen und zahlreiche Präsentationen und Expertengespräche statt. Themenschwerpunkte sind unter anderem Ressourceneffizienz, Energiewende, Mobilität, Ernährung, Freizeit und Tourismus.

Besucher sind herzlich willkommen, müssen sich aufgrund der Sicherheitsvorkehrungen des Bundespräsidenten aber bis zum 4. Mai 2012 über www.woche-der-umwelt.de anmelden.




Energiefabrik Knappenrode

Neue Energie in alten Mauern-Wärmeversorgung der Energiefabrik Knappenrode

Knappenrode, 29. März 2012

Am 29. März fand in der Energiefabrik Knappenrode bei Hoyerswerda ein Workshop für ein neues Energiekonzept für die Energiefabrik statt. Nach Impulsvorträgen am Vormittag wurde nach Lösungen in drei Arbeitsgruppen am Nachmittag gesucht. Mehr lesen…




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Pflanzmaschine "Populus Planter"

KUP-Pflanzaktion in Massen

Massen, 23. März 2012

Die Gemeinde Massen des Amtes Kleine Elster beabsichtigt, die Wärmeversorgung einiger kommunaler Einrichtungen zukünftig durch die Verbrennung von Dendromasse abzusichern. Dazu sollen neben dem Waldrestholz auch schnell wachsende Baumarten aus Kurzumtriebsplantagen (KUP) genutzt werden.

Am 23. März 2012 wurden die ersten 3,00 ha KUP mit moderner Technik (Populus Planter) angelegt. Mehr lesen…




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Anbauhacker GMHT 140

Ernte KUP Cahnsdorf – Hackschnitzel für Berliner Kraftwerk von Vattenfall

Luckau/Cahnsdorf, 14. März 2012

Am 14. März 2012 führte die Energy Crops GmbH, ein Tochterunternehmen von Vattenfall, die Ernte einer 6,5 ha großen Kurzumtriebsplantage in Cahnsdorf in der Niederlausitz durch. Als Erntemaschine kam der Gehölzmähhäcksler GMHT 140 der Firma Jenz/Schmidt Stahlbau zum Einsatz. Mehr lesen…




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Rutenerntemaschine für Pflanzmaterial

Schnellwachsende Baumarten – Anbauempfehlungen und Praxiserfahrungen

Freiberg, 1./2. März 2012

Am 1. und 2. März fand in Freiberg (Sachsen) die Veranstaltung “Schnellwachsende Baumarten – Anbauempfehlungen und Praxiserfahrungen” statt. Am ersten Tag ging es in verschiedenen Vorträgen um KUP in Forschung und Praxis. Mehr lesen…




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Gehölzmähhäcksler GMHT 140 v. Jenz

Anwenderseminar Kurzumtriebsplantagen

Am 1. Februar 2012 fand am Lehr- und Versuchsgut Köllitsch in Sachsen das Anwenderseminar Kurzumtriebsplantagen statt. In mehreren Vorträgen ging es hauptsächlich um die Aufbereitung und Verwertung der Hackschnitzel. Am Nachmittag konnte dann die Ernte der Kurzumtriebsplantage mitverfolgt werden. Mehr lesen…




Seminar Hackschnitzelheizungen

Christian Schöne, Kreisforstamt Bautzen

Am 26. Januar 2012 fand in Waldsieversdorf bei Müncheberg ein Seminar zur Hackschnitzelheizungen statt. Das Netzwerk „BIO Festbrennstoff MOL“ als Veranstalter, vermittelte hierbei technische Kenntnisse zur Planung, Entwicklung und Umsetzung von Hackschnitzelheizungen und deren Rohstoffversorgung. Mehr lesen…




Güssing seh'n und guttenbergen

Das AGROFORNET-Projekt organisiert für Kommunenvertreter aus Sachsen eine Exkursion in dem Europäischen Zentrum für erneuerbare Energien (Güssing, Österreich)

Uwe Mixdorf, BioEnergie-Netzwerk Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Der Prophet gilt bekanntlich nichts im eigenen Land – was liegt da näher, als sich eine gute Kopiervorlage zu nehmen und sie in die eigenen Strukturen zu übertragen? So einfach ist es dann doch nicht, mussten die Teilnehmer einer Delegation aus dem Sachsenland feststellen, als sie von ihrer Reise aus dem österreichischen Vorzeige-Energie-Ort Güssing zurückkehrten.

Gemessen an dem, wo Güssing in den 90-er Jahren stand und was die Kommune heute erreicht hat, sprechen die Resultate für sich: So konnte der Geldabfluss für extern produzierte Energien (vorwiegend fossiler Energiequellen) zwischen 1991 und 2008 um 13 Mio. Euro reduziert werden, in dem verstärkt regionale Kreisläufe und Wertschöpfungsketten auf Grundlage der in der Region vorhandenen erneuerbaren Energieträger etabliert wurden. Mittlerweile werden aus nachwachsenden Energieträgern, wie Biomasse, Strom, Wärme und Kraftstoffe produziert. Diese haben nicht nur eine hervorragende Klimabilanz zur CO2-Reduzierung, vielmehr werden die Energieträger in der Region erzeugt, was wiederum die regionale Wirtschaft stärkt. Darüber hinaus sind auch die Wärmekosten für die über 90% der Güssinger Haushalte, die am Nahwärmenetz der Stadt angeschlossen sind, seit Jahren konstant niedrig.

Dass man mit dem Thema kostengünstiger Wärmepreise auch Industrieansiedlungen in die Region holen konnte, ist ein weiterer positiver Aspekt. Neben produzierendem Gewerbe wie holzverarbeitenden Betrieben, hat insbesondere das ganzheitliche Konzept aus Demonstrationsanlagen, Forschung & Entwicklung, Weiterbildung, Dienstleistung/Consulting sowie einem Ökotourismus das „Netzwerk Güssing“ geprägt. Natürlich flossen auch Fördermittel in die Region – doch nach anfänglicher Skepsis bezüglich dieser Vision hat der Erfolg viele Nachahmer gefunden.

Die sächsische Delegation aus Vertretern von Kommunen, Wirtschaft und Verwaltung war sichtlich beeindruckt von den Erfolgen, dennoch oder gerade weil in Sachsen andere Rahmenbedingungen herrschen, bestand jedoch Einigkeit darin, keine 1:1-Kopie des Güssinger-Modells in sächsischen Kommunen aufstellen zu können. Wichtig war jedoch die Erkenntnis, dass es „Macher“ und „Vorreiter“ bedarf, die in den Kommunen sich des Themas Energie annehmen und aufgrund der vor Ort herrschenden Rahmenbedingungen, Potenziale, Strukturen und Akteure geeignete Ansätze und Lösungswege erarbeiten und umsetzen.



Teilnehmer der sächsischen Delegation im österreichischen Güssing (Foto: Grafik Heinicker)

Teilnehmer der sächsischen Delegation im österreichischen Güssing (Foto: Grafik Heinicker)



Der Hauptorganisator der Exkursion, Prof. Dr. Albrecht Bemmann von der Tharandter Forstfakultät, der gleichzeitig maßgeblich das Thema energetische Holzverwertung und Kurzumtriebsflächen in seinem Arbeitsbereich abdeckt, nahm die Teilnehmer in die Pflicht an der Thematik „dran zu bleiben“ und in ihren Entscheidungs- und Handlungsbereichen Ideen und Projekte vor Ort anzustoßen.

Dazu war die Reise Ausgangspunkt – nicht nur sehen und darüber reden, sondern Handeln! Allein dass sich Teilnehmer aus den sächsischen Regionen Dresden, Mittelsachsen und der Bioenergieregion Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in der Delegation persönlich kennenlernten, ist ein schöner Nebeneffekt. Diese Kontakte werden helfen, konkrete Projekte anzustoßen und ein weiteres Zusammenarbeiten auch über kommunale und regionale Grenzen hinweg zu befördern.

Wenn das nicht ein Grund für eine weitere Kopiervorlage ist…




Rinden-Asche-Pellets unter Praxis-Bedingungen im Wald eingesetzt

Anlieferung der RIA-Pellets

Ausbringung der RIA-Pellets im Fichtenbestand bei Neusalza-Spremberg

RIA-Pelletausbringung mit einem landwirtschaftlichen Düngerstreuer im Kiefernforst bei Laußnitz



Im AP 3.14 wird eine praktikable Kette für ein ökonomisch und ökologisch nachhaltiges Holzasche-Recycling entworfen, erprobt und bewertet. Dies basiert auf der Verarbeitung der Holzasche mit Rinde zu Rinde-Asche-Pellets (RIA-Pellets).

Als erster Schritt wurden im AP 3.14 daher im Jahr 2011 Asche- und Rindenproben von verschiedenen BMHKWs und holzverarbeitenden Betrieben aus der erweiterten Projektregion Lausitz (Süd-Brandenburg und Ost-Sachsen) eingesammelt und hinsichtlich ihrer Nähr- und Schadstoffgehalte analysiert. Für die Herstellung von ca. 12 t RIA-Pellets wurde schließlich Rinde und Asche aus dem Kodersdorfer Werk der Firma Klausner in Sachsen ausgewählt. Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Firma Klausner für die gute Zusammenarbeit und das zur Verfügung stellen der benötigten Mengen an Rinde und Asche! Beim Projektpartner Dettendorfer Wertstoff GmbH wurde eine Pelletieranlage inklusive der dazugehörigen Peripherie aufgebaut und in Betrieb genommen. Hier wurden Ende Oktober 2011 knapp 12 t RIA-Pellets vom Mischungsverhältnis 40/60 (40 % Rinde, 60 % Asche) für die Versuche im Projekt hergestellt.

Parallel dazu wurden in der Projektregion zwei Versuchsflächen angelegt und Voruntersuchungen durchgeführt. Eine Fläche liegt in der Nähe von Laußnitz in der Laußnitzer Heide – ein 36 jähriger Kiefernbestand auf einem Braunerde-Podsol aus grobsandig-kiesigen Elb-Sedimenten mit armer Nährstoffversorgung. Die andere Fläche befindet sich im Stadtwald von Neusalza-Spremberg im Oberlausitzer Bergland auf 380 m ü NN. Es handelt sich um einen 34 jährigen Fichtenbestand auf einer Braunerde aus Löss über Granit-Zersatzmaterial. Auf beiden Flächen wurden vor der RIA-Ausbringung Boden- und Nadeluntersuchungen durchgeführt, um den Ausgangszustand zu ermitteln. Es ist hervorzuheben, dass die Projektpartner bei der Auswahl der Versuchsflächen vom Staatsbetrieb Sachsenforst, von den Forstbezirken Dresden und Oberlausitz, von den Kreisforstämtern Kamenz und Görlitz sowie von der Stadt Neusalza-Spremberg tatkräftig unterstützt wurden.

Am 10.11.2011 wurden schließlich 12 t RIA-Pellets vom Projektpartner Dettendorfer Wertstoff GmbH aus Bayern per LKW in die Lausitz geschickt, und an den Versuchsflächen sowie auf dem Gelände der TU Dresden abgeliefert. Am 14.11.2011 erfolgte die Ausbringung von 2 t auf der 0,5 ha großen Versuchsfläche bei Neusalza-Spremberg. Dies geschah per Hand und wurde durch die tatkräftige Unterstützung der Kollegen vom Institut für Bodenkunde und Standortslehre ermöglicht. Am 23.11. fand dann die Pelletausbringung auf der gut einen Hektar großen Versuchsfläche bei Laußnitz statt. Hier kam ein landwirtschaftlicher Traktor mit Düngerstreuer zum Einsatz, der die insgesamt 5 t Pellets ohne Probleme innerhalb eines knappen Vormittags gleichmäßig auf der Fläche verteilte. Vielen Dank an dieser Stelle an die Agrargenossenschaft Laußnitz, die sich auf diesen Versuch eingelassen und die Pelletausbringung realisiert hat! Dieser Versuch hat gezeigt, dass, wenn der Waldbestand gut mit Rückegassen erschlossen ist und der der Boden zum Ausbringungszeitpunkt tragfähig ist, eine terrestrische Pelletausbringung mit standardmäßig bei landwirtschaftlichen Betrieben vorhandener Technik ohne Umrüstung problemlos funktionieren kann.

Von nun an werden Boden und Bestand regelmäßig hinsichtlich der Veränderungen der Nährstoffverfügbarkeit und Nährstoffgehalte untersucht werden. Diese Ergebnisse dienen zusammen mit den technischen Daten und den Kosten der Pelletherstellung und der Ausbringungsversuche zur Einschätzung der ökologischen und ökonomischen Machbarkeit des im Projekt verfolgten Ansatzes des Holzascherecyclings mittels RIA-Pellets. Dies stellt einen wichtigen Teilaspekt der im Projekt AgroForNet zu entwickelnden Wertschöpfungsketten zur nachhaltigen energetischen Holznutzung dar.

Bei Fragen stehen Ihnen zur Verfügung
Thomas Wolferstetter von Firma Dettendorfer Wertstoff GmbH; E-Mail:
Christine Knust vom Institut für Bodenkunde und Standortslehre, TU Dresden; E-Mail:



RIA-Bericht über Würschnitz in der RIA-Bericht über Neusalza-Spremberg in der SZ-online RIA-Bericht in der Sächsischen Zeitung
RIA-Pellets Nadelprobennahme Versuchsfläche Neusalza-Spremberg von oben RIA-Pelletanlieferung in Tharandt Händische RIA-Pelltsausbringung in Neusalza-Spremberg Verteilung der RIA-Pellts RIA-Ausbringung per Hand in Neusalza-Spremberg RIA-Ausbringung per Hand in Neusalza-Spremberg Beladen des Düngerstreuers mit RIA-Pellets aus dem Big Bag RIA-Pelletausbringung mit einem landwirtschaftlichen Düngerstreuer im Kiefernforst bei Laußnitz RIA-Ausbringung in Laußnitz RIA-Pellets werden vom Düngerstreuer in den Bestand geschleudert Bei der Arbeit

Chancen und Hemmnisse für die Energieholzproduktion aus Kurzumtriebsplantagen

Fachtagung 20. und 21. Oktober 2011 in Tharandt

Am 20. und 21. Oktober 2011 fand zum zweiten Mal eine bundesweite Tagung zum Thema Kurzumtriebsplantagen (KUP) an der Fakultät Forstwissenschaften der TU Dresden in Tharandt statt.

Die Veranstaltung wurde von der Professur für Forst- und Holzwirtschaft Osteuropas gemeinsam mit dem ttz Bremerhaven, dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), der DLG und dem Bioenergienetzwerk Sächsische Schweiz-Osterzgebirge organisiert und durchgeführt.

Ähnlich wie bei der ersten Veranstaltung war die Resonanz mit über 150 Teilnehmern sehr positiv.



Tagungsteilnehmer

Anders als zur ersten Veranstaltung, bei der neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu diversen Aspekten der Kurzumtriebswirtschaft dargestellt wurden (Bericht hier), lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf der praktischen Umsetzung und damit verbunden den Chancen und Hemmnissen für die Energieholzproduktion aus Kurzumtriebsplantagen.

Dementsprechend heterogen setzte sich die Gästestruktur zusammen – von interessierten Landbesitzern über Kommunalvertreter bis hin zu Entscheidungsträger der regionalpolitischen Ebene.

Inhaltlich gliederten sich Fachvorträge in vier Themenblöcke: (1) KUP im Fördermechanismus der Landwirtschaft, (2) Anlage und Ernte von KUP, (3) Anwendung innovativer Geschäftsmodelle für die Bewirtschaftung von KUP und (4) Absatz- und Verwertungsmöglichkeiten von Hackschnitzeln aus KUP.

Das breite Spektrum an Themen und die unterschiedlichen Erfahrungen der Teilnehmer sowie deren unterschiedliche Sichtweisen führten zu lebhaften und kritischen Diskussionen der Vorträge. Damit wiederum ergab sich ein reger fachlicher Informationsaustausch und verdeutlichte das zunehmende Interesse an KUP.

Die Vorträge der Referenten stehen unten als .pdf-Datei zum Download zur Verfügung. Der Tagungsband kann gegen einen Gebühr von 25,00 Euro bezogen werden ().




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