Pappel

Für die Energieholzproduktion aus Kurzumtriebsplantagen werden derzeit Kreuzungen der Westlichen Balsampappel (Populus trichocarpa), der Ostasiatischen Balsam-Pappel (Populus maximowiczii), der Ostasiatischen Balsam-Pappel (Populus maximowiczii), der Schwarz-Pappel (Populus nigra) und der Kanadischen Schwarz-Pappel (Populus deltoides) sowie der Aspe (Populus tremula) und der Amerikanischen Zitterpappel (Populus tremuloides) eingesetzt. Auf der Internetseite der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung kann eine Übersicht über die zugelassenen Klone und Klonmischungen der Pappel heruntergeladen werden.

In dieser Tabelle sind die Kreuzungspartner einiger Sorten aufgelistet.



SektionBalsampappel (Tacamahaca) Schwarzpappel (Aigeiros) Aspe (Populus) 
Arten

P. maximowiczii, P. trichocarpa, P. balsamifera 

P. nigra, P. deltoides, P. angulata P. tremula, P. tremuloides 
Sorten Max 1-5 P. maximowiczii x P. nigra 
Rochester P. maximowiczii x P. nigra 
Muhle Larsen P. trichocarpa x P. trichocarpa   
Weser 6 P. trichocarpa x P. trichocarpa   
Androscoggin P. maximowiczii x P. trichocarpa  
Hybride 275 (auch: NE42) P. maximowiczii x P. trichocarpa   
Beaupré P. trichocarpa x P. deltoides  
Münden   P. tremula x P. tremuloides
Monviso (P. trichocarpa x P. deltoides) x P. nigra  
Pegaso(P. trichocarpa x P. deltoides) x P. nigra  
AF2 P. nigra x P. deltoides 


In Deutschland eignen sich bisherigen Kenntnissen zufolge vor allem die Balsampappelsorten Hybride 275, Muhle Larsen und Androscoggin sowie die Max-Sorten.1 Bei Schwarzpappelhybriden ist zu beachten, dass die Wurzelentwicklung erst ab einer Bodentemperatur > 10 °C einsetzt 2, wobei Bodentemperaturen von mindestens 14 °C das Wurzelwachstum bei vielen Balsam- und Schwarzpappelhybriden zusätzlich steigern 2. Daher sind Böden mit einer schnellen Bodenerwärmung im Frühjahr gut geeignet.2

Generell sind warme Standorte mit einer guten Wasserversorgung und einem Boden-pH-Wert zwischen 5,5 und 7 eine gute Voraussetzung um hohe Erträge zu erzielen 2. Um Trockenschäden zu vermeiden, sind Grundwasseranschluss oder 300 mm Niederschlag in der Vegetationszeit (Mai–September) notwendig.2 Bei bisherigen Anbauversuchen kam es bei der Sorte Beaupré häufig zu Pilzbefall 2.



Standortansprüche der Balsampappel1
Jahresmitteltemperatur    >6,5 °C
Jahresniederschlag >600 mm
Boden keine Verdichtung
Durchwurzelungstiefe >40 cm 
Nutzbare Feldkapazität >140 mm
Nährstoffbedarf mittel
Androscoggin mit Herbstfärbung in Köllitsch 


Standortansprüche der Schwarzpappel1
Jahresmitteltemperatur    >6,5 °C
Jahresniederschlag >700 mm
Boden keine Verdichtung
Durchwurzelungstiefe >40 cm 
Nutzbare Feldkapazität >220 mm
Nährstoffbedarf hoch
Die Sorte AF2 


Standortansprüche der Aspe1
Jahresmitteltemperatur               >6,5 °C
Jahresniederschlag >700 mm
Boden keine Verdichtung
Durchwurzelungstiefe >40 cm 
Nutzbare Feldkapazität >140 mm
Nährstoffbedarf mittel
 



Literatur

1 Skodawessely/ Pretzsch/ Bemmann (Hrsg.) (2010): Beratungshandbuch zu Kurzumtriebsplantagen.
2 Petzold, R./ Feger, K./ Röhle, H. (2010): Standörtliche Voraussetzungen für Kurzumtriebsplantagen. In: Agrowood. Kurzumtriebsplantagen in Deutschland und europäische Perspektiven. Herausgegeben von Bemman, A./ Knust, C.




Artikel drucken