Düngung

Zur Düngung von Kurzumtriebsplantagen gibt es bis jetzt nur vereinzelt Erfahrungen. Daher ist es schwierig, allgemeingültige Aussagen zu treffen. Allerdings kann davon ausgegangen werden, dass die Nährstoffansprüche von Pappeln und Weiden generell gering sind und auf landwirtschaftlichen Böden zumindest in ersten Jahren kein Düngebedarf besteht. Allerdings sollten die Gehalte von Phosphor, Kalium und Magnesium sowie der pH-Wert im Boden regelmäßig gemessen werden.1

Den bisherigen Kenntnissen zufolge benötigen Pappeln auf gut versorgten Böden vor allem in den ersten 15 Jahren keinen zusätzlichen Stickstoff. Weiden reagieren auf Stickstoffdüngung mit einem Ertragszuwachs.1 Hier sollten aber nicht mehr als 50 kg N/ha ausgebracht werden, da sonst die Qualität des Holzes beeinträchtigt wird. Außerdem sind überdüngte Bäume anfälliger für Krankheitserreger und weisen einen erhöhten Wasserbedarf auf.2 Technisch ist die Düngung nur im Pflanz- und im Erntejahr möglich.

In untenstehender Tabelle sind die durchschnittlichen Nährstoffentzüge von Pappeln und Weiden bei unterschiedlichen Erträgen dargestellt.1



Nährstoff Pappel Weide 
Ertrag in t TM/ha/a Ertrag in t TM/ha/a  
10 14 11 
Nährstoffentzug in kg/ha
Stickstoff3864 90 19 32 51 
Phosphor 11 15 10 
Kalium20 33 46 17 26 
Magnesium11 
Kalzium32 53 74 21 37 58 



Literatur

1 KTBL (2006): Energiepflanzen. KTBL-Datensammlung.
2 Röhricht, Ch./ Ruscher, K. (2009). Anbauempfehlungen. Schnellwachsende Baumarten im Kurzumtrieb. Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie.




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