Biomasseheiz(kraft)werke

Die 681 Biomasseheiz(kraft)werke in Bayern benötigten für das Jahr 2010 etwa 1,8 Millionen t atro bzw. 4,2 Millionen Festmeter Brennstoff. Im Vergleich zu den 1,3 Millionen t atro aus dem Jahr 2005 ist dies ein Anstieg um 38%. Gliedert man die Biomasseheiz(kraft)werke nach der Feuerungswärmeleistung, so liegen rund 83% der Werke im Bereich unter 1.000 kW Feuerungswärmeleistung, verbrauchen allerdings nur 13% der Biomasse. Für die 50 Heiz(kraft)werke (7%) über 5.000 kW ergibt sich ein Rohstoffverbrauch von über 80% am Gesamtverbrauch.

Von den insgesamt 1,82 Millionen t atro in Heiz(kraft)werken genutzten Holzsortimenten entfallen mehr als die Hälfte auf Altholz (54%). Waldhackschnitzel stellen 26% des eingesetzten Brennstoffs, gefolgt von Sägenebenprodukten, Industrierestholz und Rinde mit ­insgesamt 17%. Von untergeordneter Bedeutung ist Flurholz (3%), bei dem noch deutliche Steigerungsmöglichkeiten bestehen. Sonstige holzige Biomasse (Holz aus Kurzumtriebsplantagen, Pellets, Kompostiergut, Industriehackschnitzel) spielt keine Rolle.

Waldhackschnitzel sind für die Biomasseheizwerke und Biomasseheizkraftwerke mit ORC-Technik bzw. kleine und mittlere Anlagen das wichtigste Energieholzsortiment. Gemeinsam mit den Dampfheizkraftwerken setzen sie eine Menge von 473.000 t atro zur Wärme- und Stromerzeugung ein. Waldhackschnitzel spielen für die Energieerzeugung inzwischen eine deutlich wichtigere Rolle als früher: Im Jahr 2010 wurden 170.000 t atro mehr als fünf Jahre zuvor durch die Werke verfeuert, was einer Steigerung von mehr als 50% entspricht.

Mit 256.000 t atro Jahresverbrauch stehen Sägenebenprodukte (SNP) und Industrierestholz (IR) mengenmäßig an dritter Stelle der eingesetzten Rohstoffe. Schwerpunktmäßig Heizwerke und Dampfheizkraftwerke nutzen die Nebenprodukte der Säge- und holzverarbeitenden Industrie.

Literatur

http://www.lwf.bayern.de



Artikel drucken