Privathaushalte

Privathaushalte nutzten 2010 Scheitholz aus Wald und Garten, Altholz, Pellets und Briketts sowie Hackschnitzel in einem Gesamtumfang von rund 7,5 Millionen Fm. Die Schätzung für das Jahr 2005 nahm einen Verbrauch von 3,8 Millionen Fm an.

Die Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papier­industrie in Bayern hatte bis zum Jahr 2010 die Produktionskapazitäten nur geringfügig erhöht. Die ­Gesamtmenge der stofflich genutzten Wald- und Altholzsortimente sowie der Sägenebenprodukte in den beiden Branchen hat sich mit etwa 3,7 Millionen Fm nur um 12% erhöht (2005 waren es 3,3 Millionen Fm). Allerdings haben sich die Mengen in den einzelnen Industriezweigen geändert.

Holzverbrauch in Privathaushalten

Brennholz spielt in Bayern eine bedeutende Rolle als alleiniger oder zusätzlicher Energieträger für private Haushalte. Insbesondere in Ein- und Zweifamilienhäusern werden große Mengen an Scheitholz aus Wald, Garten und Anfall im Haushalt verbraucht. Hinzu kommen Pellets, Briketts und Hackschnitzel.

Im Rahmen der Umfrage gaben 35,1% aller befragten Haushalte an, mit Holz zu heizen. Dies entspricht einer Gesamtzahl von 2,1 Millionen Haushalten in Bayern. Ausschließlich mit Holz heizen 9% der Haushalte, 26% verwenden weitere Energieträger zum Heizen. Hrubesch (1996) gibt den Anteil an Holzheizern für Bayern mit 30% an. Eine Studie der Universität Hamburg (Hick und Mantau 2008) mit Bezugsjahr 2007 kam für Süddeutschland (Bayern und Baden-Württemberg) zu dem Ergebnis, dass 30,8 % der Haushalte mit Holz heizen. Berücksichtigt man die starke Nachfrage nach Holzheizungen in den letzten Jahren, so erscheint der mittlerweile höhere Anteil plausibel. Von den Haushalten ohne Holzheizung planen 4,5% in den nächsten fünf Jahren den Einbau einer solchen Anlage. Somit ergäben sich rechnerisch rund 170.000 Haushalte (95%-Vertrauensbereich ± 90.000), die in Holzheizsysteme investieren möchten.

Installierte Heizungstypen

Am weitesten verbreitet sind Einzelöfen, die in 29,3% der bayerischen Haushalte zu finden sind. Davon liegt der Anteil derer, die ausschließlich über Einzelöfen Wärme erzeugen, bei 4%. Der Hauptteil der Besitzer von Einzelfeuerstätten nutzt diese zusätzlich zu fossilen Wärmeträgern bzw. in zunehmendem Maße zu anderen regenerativen Energien (Statistisches Landesamt 2011a und b). 5,5% der Befragten versorgen ihre Wohnung ausschließlich zentral und ein sehr geringer Prozentsatz (etwa 0,4%) nur per Fernwärme über Holzenergie.

Rund 3% der Haushalte haben zusätzlich zur Holzzentralheizung oder Fernwärmeleitung noch Einzelfeuerstätten, so dass in insgesamt fast 30% der ­befragten Haushalte Einzelöfen installiert sind. Umgerechnet auf Bayern ergibt sich eine Zahl von rund 1,77 Millionen Haushalten mit Einzelfeuerstätten.

Literatur

http://www.lwf.bayern.de/waldbewirtschaftung/holz-logistik/aktuell/45735/




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