Holzbilanz

Einem Gesamtaufkommen von 10,4 Millionen Fm m.R. Stammholz für die Sägeindustrie und 16,7 Millionen Fm Holz zur energetischen oder industriellen stofflichen Nutzung (als Papier, Zellstoff oder Holzwerkstoff) stand im Jahr 2010 ein Verbrauch von 12,8 Millionen Fm Energieholz und 14,3 Millionen Fm in der Säge-, Papier- und Holzwerkstoffindustrie stofflich genutztem Rohholz (ohne Export und Import) gegenüber.

2005 betrug das Aufkommen insgesamt 26,0 Millionen Fm, der Verbrauch innerhalb Bayerns 19,5 Millionen Fm. Die Menge des bereitgestellten Industrie- und Energieholzes (aus Wald und erster Absatzstufe, sowie Altholz) nahm um 25%, der energetische Verbrauch im gleichen Zeitraum um 57% zu.

Die bayerischen Waldbesitzer zeigten 2010 immer noch Zurückhaltung beim Holzeinschlag und ernteten rund 10,4 Millionen Fm m.R. Stammholz. Dies sind 2,4 Millionen Fm m. R. weniger als im Vergleichsjahr 2005.

Das Waldenergieholzaufkommen lag 2010 bei einer Gesamtmenge von 6,1 Millionen Fm m.R. und ist seit der letzten Berichterstattung deutlich gestiegen. Bauer et al. (2006) gaben für 2005 eine Menge von 3,7 Millionen Efm o.R. an, was circa 4,1 Millionen Efm m. R. entspricht.

Industrieholz wurde mit 1,3 Millionen Fm o.R. (entspricht 1,4 Millionen Fm m.R.) durch die Forstwirtschaft in geringerem Umfang bereitgestellt als 2005 (2,1 Millionen Fm m.R.), was im Wesentlichen auf einen geringeren Gesamteinschlag zurückzuführen ist.

Die in bayerischen Sägewerken als Koppelprodukt der Schnittholzproduktion angefallenen Sägenebenprodukte sowie Rinde und Hobelspäne umfassen etwa 4,9 Millionen m³. Der Anstieg zum Jahr 2005 beträgt etwa 0,8 Millionen m³ (circa 29%). Er dürfte sowohl auf eine größere Einschnittmenge als auch einen höheren Anteil der Weiterverarbeitung zurückzuführen sein.

Industrierestholz fiel auf Grund der vermehrten Verwendung von Halb- und Fertigwaren bei den Schreinereien in geringerem Umfang an. Daher ist die Menge von 1,6 Millionen Fm (2005) auf 1,2 Millionen Fm (2010) gesunken.

Im Jahr 2010 wurden 2,4 Millionen Fm Altholz durch die Entsorger erfasst. 2005 wurde ein Aufkommen von 0,7 Millionen t atro bzw. etwa 1,3 Millionen Fm geschätzt. Die Steigerung beruht vornehmlich auf methodischen Unterschieden der Marktberichte von 2005 und 2010. Das reale Altholzaufkommen dürfte sich kaum erhöht haben, allerdings haben die Importmengen deutlich zugenommen.

Das Aufkommen von Flur- und Schwemmholz aus Landschafts- und Grünflächenpflegemaßnahmen sowie der Gewässerbewirtschaftung lässt sich derzeit schwer fassen. Die in Bauer et al. (2006) genannte Menge beruht auf Rückrechnungen der Angaben von Verbrauchern und Expertenmeinungen. Analog dazu wird für 2010 mit einer Menge von 0,7 Millionen Fm (inkl. Holz aus privaten Gärten) gerechnet, dies entspricht etwa 0,3 Millionen t atro. Systematischere Methoden zur Erfassung des realen Aufkommens wurden bisher nicht angewandt.

Holz aus Kurzumtriebsplantagen entwickelt derzeit nur eine geringe Marktrelevanz. Die Erntemenge wird für das Jahr 2010 auf etwa 2.000 t atro (rund 5.000 Fm) geschätzt, wird aber auf Grund der Flächenzunahme der letzten Jahre in Zukunft steigen.

Literatur

http://www.lwf.bayern.de




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