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Regionale Schwerpunkte des KUP Anbaus

Berlin und Brandenburg bezeichnen sich im Anbau von schnellwachsenden Bäumen als führend in Deutschland, da sich beinahe die Hälfte aller KUP hier befindet. Exakte Zahlen sind schwierig zu ermitteln, weil sich KUP-Flächen auf unterschiedlichen Flächen befinden und damit verschieden statistisch erfasst werden (z.B. Landwirtschaft, Brachflächen etc.).
Betrachtet man nur die landwirtschaftlichen Statistiken, betragen die aktuellen KUP-Flächen 2013 knapp 2.000 ha wovon drei Schwerpunktregionen hervorstechen (siehe Tabelle). Seit 2009 sind die Anbauflächen von 100 ha jährlich um etwa 400 ha angewachsen.
Mit insgesamt etwa 0,2 % des gesamten Energiepflanzenanbaus spielen KUP nur eine Außerseitenrolle in Deutschland. Die Gründe für die Zurückhaltung der Landwirte sind bekannt und äußern sich unteranderem in fehlenden Erfahrungen mit Holzerträge, Ökonomie und Management der KUP, mehrjährige Produktionszeiträume und fehlenden Erntemaschinen. Durch die großen Flächenbesitzer und finanzstarken industriellen Abnehmer fallen die o.g. Hemmnisse in Brandenburg im Bundesvergleich geringer aus. Was wiederum die Eingangs genannte „führende“ Rolle Brandenburgs in schnellwachsenden Bäumen widerspiegelt. Die Ergebnisse des Forschungsprojekts DENDROM belegen ein Flächenpotenzial des Landes Brandenburg von etwa 100.000 ha, von denen bis 2020 laut „Energiestrategie 2020 des Landes Brandenburg“ etwa 10.000 ha in KUP umgesetzt werden sollen. Dieses hauptsächlich politisch motivierte Ziel ist sehr ambitioniert.



Energieholz aus Kurzumtriebsplantagen - pdf - 9 MBhier


Entwicklungsszenario der KUP-Flächen

Schwerpunkt

Landkreise

 KUP Flächen 2013 [ha]
KUP Flächen 2020 [ha] 
 KUP Flächenpotenzial [ha]
Ostprignitz-Ruppin 322  
 Oder-Spree 195  
 Havelland 177  
 Sonstige 1.306  
 Gesamt 2.000 10.000 100.000


Energiestrategie 2020 des Landes Brandenburg - pdf - 2 MBhier



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