Klima

Das Land Brandenburg befindet sich im Klimagebiet des Ostdeutschen Binnenlandklimas mit gemäßigtem subkontinentalen Klima zuzuordnen (PETRICK et al., 2011). Aufgrund der relativ geringen Höhendifferenzen sind die klimatischen Unterschiede innerhalb des Landes eher gering.

Die meteorologischen Angaben sind laut Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (2011): 624 mm a-1 mittlere Jahresniederschlag und 8,2 °C Jahresdurchschnittstemperatur.

Während Winter und Frühjahr vergleichsweise trocken sind, fällt der Niederschlag landesweit vor allem in den Sommermonaten. Dennoch können in der warmen Jahreszeit ausgeprägte Trockenphasen auftreten, bei denen in Brandenburg die Waldbrandgefahr stark ansteigt.

Die Sonne scheint im Jahr durchschnittlich etwa 1600 Stunden.

Quelle: www.wikipedia.org

Durch die jahreszeitlich bedingten Vegetationsperioden von Pflanzen können vorsichtige Beeinflussungen durch Klimaveränderungen wahrgenommen werden. Die Auswirkungen des Temperaturanstiegs zeigen sich am früheren Beginn von Blüte, Blattaustrieb und Fruchtreife vieler Pflanzen. Der DWD betreibt seit 60 Jahren ein solches phänologisches Beobachtungsprogramm indem viele Wild- und Kulturpflanzen, anhand ihrer phänologischen Phasen Jahreszeiten definiert werden. Indikatoren sind beispielsweise der Beginn der Apfelblüte im Frühjahr und die Dauer der Vegetationsperiode. Berechnungen zeigen seit nunmehr 30 Jahren eindeutig eine Verfrühung der Apfelblüte.



Umweltindikatoren in Brandenburg - pdf - 411 kBytehier


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Boden Dauerbeobachtungsflächen (Quelle: LUGV)

Boden

Aufgrund der Vielgestaltigkeit, der eiszeitlichen Ablagerungen in Brandenburg sind die daraus entstandenen Bodengesellschaften sehr heterogen. Ihre Ertragsfähigkeit reicht von extrem nährstoffarm und unfruchtbar bis hin zu sehr fruchtbar. Dennoch überwiegen flächenmäßig, vor allem im mittleren und südlichen Brandenburg, die nährstoffarmen Sandböden, die dem Land sein charakteristisches Gepräge geben.
Brandenburg gilt besonders im Süden als Rohstofflieferant, entlang des Lausitzer Grenzwalls befinden sich große Braunkohlelagerstätten. Brandenburg hat demnach einen nicht unwesentlichen Anteil an Rekultivierungsflächen.

Quelle: www.wikipedia.org

Den Hauptanteil der Böden in Brandenburg nimmt die Braunerde ein. Daneben gibt es noch eine Vielzahl anderer Böden. Das Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV) hat die Sammlung “Steckbriefe Brandenburger Böden” erstellt, die zum Download für Praktiker aus den Bereich Forst und Landwirtschaft bereitstehen.

Die Bodenentwicklung steht zunehmend unter anthropogener Beeinflussung die von landwirtschaftlicher Nutzung bis hin zur Bodenversiegelung reicht. Zusätzlich trifft der durch den Klimawandel prognostizierten Zunahme von extremen Witterungsbedingungen vor allem die Sandstandorte mit geringer Wasserspeicherkapazität und die grundwasserbeeinflussten Mineralböden.



Steckbriefe Brandenburger Böden - pdf - 4 MBhier


Naturschutz

Im Land Brandenburg kommen eine Vielzahl von Biotopen vor. Naturschutz und Landschaftspflege sind stark ausgeprägt. Die Grundsätze zum Natur- und Landschaftsschutz münden in Großschutzgebieten die teilweise als Natura-2000-Gebiete oder FFH-Gebiete gemeldet sind.

Die Landesregierung Brandenburg hat insgesamt 620 FFH-Gebiete benannt. Zahlreiche der in Brandenburg bestehenden Schutzgebiete erhalten dadurch einen Schutzstatus nach EU-Recht. Die FFH-Gebiete wurden am 13. März 2002 beziehungsweise am 19. Oktober 2005 im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlicht.

In Brandenburg gibt es 475 Naturschutzgebiete auf einer Fläche von 238.000 ha. Dies entspricht einem Flächenanteil von 8 % der Landesfläche. Ebenso verteilen sich 115 Landschaftsschutzgebiete auf 1.020.100 ha, was einem Anteil von 34,6 % der Landesfläche entspricht. (Stand: 31.12.2013)

Quelle: www.mugv.brandenburg.de

Die Listen der Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete können unter dem Brandenburgischen Vorschriftensystem BRAVORS des Ministeriums der Justiz unter dem Punkt: Landesrecht / Gesetze und Verordnungen gefunden werden.




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