Geeignete Standorte für Kurzumtriebsplantagen

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Erosion (© M. Grunert, LfULG)

Um eine geeignete Fläche für den Anbau von schnellwachsenden Baumarten zu finden, müssen einige Aspekte beachtet werden. Manche Flächen sind besonders gut geeignet, da sich durch den Betrieb von KUP positive Synergieeffekte ergeben, zum Beispiel mit dem Natur- oder Erosionsschutz. Andererseits können manche Flächen bereits von vornherein ausgeschlossen werden, zum Beispiel da der Standort nicht den Ansprüchen der anzubauenden Baumarten genügt oder Drainagen verlegt sind.

In stark erosionsgefährdeten Gebieten wie etwa in Mittelsachsen können KUP eine geeignete Maßnahme zum Bodenschutz darstellen. Wegen ihrer tiefen Wurzeln sind Bäume gleichzeitig gegenüber Trockenstress toleranter als andere landwirtschaftliche Kulturen. Vor dem Hintergrund steigender Temperaturen, abnehmender Sommerniederschläge und einer daraus folgenden Abnahme der klimatischen Wasserbilanz sind KUP eine wichtige Anpassungsmaßnahme an den Klimawandel. Durch die Erwärmung und Verlängerung der Vegetationszeit wird auch im Erzgebirge, Vogtland und Elsterbergland der Anbau von schnellwachsenden Baumarten verstärkt möglich sein. Jedoch ist die Bewirtschaftung mit Maschinen in Lagen mit einer Hangneigung von 10 Grad und mehr, wie sie im Erzgebirge auftreten, sehr schwierig oder sogar unmöglich.1




Literatur

1 SMUL (2009): Klimawandel und Landwirtschaft. Strategie zur Anpassung der sächsischen Landwirtschaft an den Klimawandel. Link zum Download




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