Die Böden in Sachsen

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Sachsen kann in verschiedene Bodenregionen eingeteilt werden. In Nord- und Ostsachsen befinden sich Altmoränenlandschaften. In Mittelsachsen findet man Löss- und Sandlösslandschaften mit Lössmächtigkeiten von über 2 m vor. Der südliche Teil Sachsens ist von Berg- und Hügelland mit verschiedenen Gesteins- und Bodenformen geprägt. Die ehemaligen Braunkohleabbaugebiete in Nordwest- und Nordostsachsen wurden aufgeschüttet und weisen heute Rohböden im Initialstadium der Bodenentwicklung auf.

In den Mittelgebirgsregionen sind Hangneigungen von 5 bis 10 Grad verbreitet. Bei den lösshaltigen Böden in Nord- und Mittelsachsen kann es durch starken Regen auch bei geringerer Hangneigung zu Erosion kommen.



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Als Maß für das pflanzenverfügbare Wasser, das gegen die Schwerkraft im Boden gespeichert werden kann, dient die nutzbare Feldkapazität. Die meisten Böden in Sachsen verfügen über eine mittlere nutzbare Feldkapazität. Auch Böden mit hoher und sehr hoher nutzbarer Feldkapazität sind weit verbreitet, längere Trockenphasen sind hier für die Pflanzen besser zu verkraften als in den wenig vorkommenden Böden mit geringer und sehr geringer nutzbarer Feldkapazität.

Um die Bodenfruchtbarkeit zu bewerten werden verschiedene Parameter miteinander kombiniert. Dies sind die nutzbare Feldkapazität im effektiven Wurzelraum, die kapillare Aufstiegsrate aus dem Grundwasser, der Vernässungsgrad, die Basensättigung sowie die potentielle Kationenaustauschkapazität. Die Böden in Nordsachsen und in weiten Teilen des Erzgebirges verfügen über eine geringe Bodenfruchtbarkeit wohingegen man in den von Lössboden geprägten Regionen eine höhere Bodenfruchtbarkeit vorfindet (Nordwestsächsisches sowie Bautzener und Mulde-Lösshügelland). Das Mittelsächsische und Oberlausitzer Lösshügelland als auch das nördliche Elbtal zeichnen sich durch eine sehr hohe Bodenfruchtbarkeit aus.1




Literatur

1 Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie (2007): Bodenatlas des Freistaates Sachsen. Teil 4: Auswertungskarten zum Bodenschutz. Erläuterungsheft. Link zum Download




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