Naturschutz in Sachsen

Fast 50 % der in Sachsen vorkommenden Tier- und Pflanzenarten sind gefährdet. Damit liegt Sachsen über den für Deutschland ermittelten Werten.

Viele Arten sind gefährdet, weil ihre Lebensräume sich verkleinern oder ganz verschwinden. Dies ist begründet in der intensiven Landnutzung durch Land- und Forstwirtschaft sowie der Flächenversiegelung. Aufgrund von intensiver Bodenbearbeitung und Grünlandnutzung, der Beseitigung von Alt- und Totholz aus dem Wald, wachsender Brennholznutzung sowie der Beseitigung oder fehlenden pfleglichen Nutzung von Säumen sowie durch eine generelle Zerschneidung der Landschaft sind viele Tier- und Pflanzenarten bedroht.

In Sachsen gibt es 211 Naturschutzgebiete. Das Ziel besteht darin, die gebietstypische Artenvielfalt zu bewahren und zu entwickeln. Hier besteht vor allem großes Potential in extensiv genutzten Grünflächen, Heckengebieten, Althölzern in Laub- und Mischwäldern sowie strukturreichen Waldsäumen und in der Vernetzung der einzelnen Gebiete. Die Einrichtung eines Schutzgebietes ist nicht immer ausreichend. Für hochgradig bedrohte Arten sind spezielle, schnell greifende Maßnahmen notwendig. Arten mit großem Raumanspruch oder Arten, die in intensiv genutzten Lebensräumen oder Gebäuden vorkommen (wie z. B. Feldhamster bzw. Fledermaus) bedürfen besonderer Aufmerksamkeit und Schutzmaßnahmen.1




Literatur

1 Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (2008): Naturschutzgebiete in Sachsen.




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